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KAOHSIUNG, MASAGO BEACH FESTIVAL, TAIFUN

Am 27.09 wurde in Taiwan das Mondfest gefeiert.

Die Legende besagt, dass eines Tages 10 Sonnen am Himmer erschienen. Dadurch entstand eine solche Hitze auf der Erde, dass das ganze Land austrocknete. Hou Yi versuchte das Volk zu retten und schoss dazu neun Sonnen ab, der zehnten befahl er jeden Morgen auf- und am Abend unterzugehen. Die Temperaturen auf der Erde wurden folglich besser und das ganze Volk war Hou Yi sehr dankbar. Er wurde ein im ganzen Land bekannter Mann und als Held gefeiert.

Das Leben eines Sterblichen ist jedoch natürlich begrenzt, weshalb sich Hou Yi eines Tages auf die Suche nach einem Unsterblichkeitselixier machte. Die Himmelsgöttin schenkte ihm schließlich ein solches, da er dem Volk so gute Dienste geleistet hatte. Eine Version der Legende besagt, dass dieses Elixier jedoch nur einer Person zur Unsterblichkeit verhelfen konnte und Hou Yi es aufhob, da er sich nicht von seiner Frau Chang’e trennen wollte.

Bevor es jedoch dazu kam, kam laut der Legende ein Mann namens Feng Meng zu Chang’e und wollte sie zwingen, ihm das Elixier zu geben. Ohne zu zögern hat Chang’e daraufhin das Elixier selbst getrunken und wurde unsterblich. Doch nicht nur das, durch die Wirkung des Elixiers stieg sie zum Himmel hinauf und landete schließlich auf dem Mond, während Hou Yi alleine auf der Erde zurückblieb.

Nur am Mondfest kann Chang'e zu ihrem Geliebten auf die Erde zurückkehren. Das Fest soll daran erinnern, wie glücklich man sich schätzen kann, wenn man sein Leben mit den Menschen, die man liebt, teilen kann

 

 

Wegen dem Mondfest ist am Montag Nationalfeiertag gewesen und ich hatte frei.

Die meisten Taiwaner treffen sich an diesem Tag mit ihren Familien um unter dem Vollmond zu grillen und Mondkuchen zu essen. Mondkuchen schmeckt ziemlich gut und ähnlich wie ein Muffin, nur ein bisschen trockener.


 

Flo und Ich haben das verlängerte Wochenende genutzt, um in den Süden zu fahren. Dazu kam es, weil wir ca. eineinhalb Wochen vorher eine Halbtaiwanesin im Club kennengelernt haben. Die hatte den Plan, mit ihren Freunden aus Belgien, nach Kaohsiung und Tainan zu gehen und hat uns eingeladen mitzukommen.

Kaohsiung liegt ca. 400km südlich von Taipei und ist mit 2,8 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Taiwans. Unserer Reiseführerin kennt jede Menge Leute und deshalb konnten wir in der Wohnung von einem Freund von ihr in Kaoshiung übernachten.

Die anderen sind schon Mittags mit dem Bus in den Süden gefahren, aber weil ich bis 15:00 Mandarinkurs hatte, bin ich mit dem High-Speed-Train nachgekommen. Der kostet ungefähr 40€ und schafft die Strecke in 90 Minuten. In Kaohsiung angekommen habe ich mich erstmal richtig übertrieben mit Insektenschutz eingesprüht weil es dort Dengue-Fieber gibt.

Ich wurde am Bahnhof abgeholt dann sind wir mit dem Taxi zur Wohnung unseres Gastgebers gefahren. Insgesamt haben 8 Leute bei ihm übernachtet, aber es gab 2 Zimmer, also war es kein Problem.

 

Abends waren wir in einem Club in Kaohsiung feiern, um für den nächsten Tag zu trainieren. Denn von Samstag 16:00 bis Sonntag 03:00 war das Masago Beach Festival in Tainan.


Von Kaohsiung sind wir mit ungefähr 80 Leute in 3 Busen dorthin gefahren. Das Festival war in einem Freibad direkt am Strand. Es gab insgesamt 3 Tanzflächen, davon eine mit Pool und eine auf einer Wiese. Auch die DJs waren genial. Aber 11 Stunden feiern ist trotz Entspannungspausen im Meer ziemlich hart. Man konnte zwar die meiste Zeit barfuß tanzen, aber am Ende sind die Füße trotzdem zerstört :D :D

Trotzdem war das eine der besten Partys meines Lebens, weil die Atmosphäre einfach unvergleichlich war !

 

 

Am Sonntag haben wir uns den ganzen Tag entspannt und sind abends ans Meer gefahren, um zu Grillen.

 

 

Am Montag haben wir den ganzen Tag versucht irgendwie nach Taipei zurückzukommen. Das war ziemlich schwierig weil wegen dem Taifun im Norden keine Züge gefahren sind und deshalb alle den Bus nehmen wollten. Am Ende haben wir zum Glück noch einen erwischt

Auf der Rückfahrt haben wir viele umgeknickte Bäume und zerstörte Roller gesehen. Der Wind war wirklich heftig. In Taipei war sogar die MRT überflutet. In meinem Viertel sind Straßenlaternen umgefallen und viel Sportanlagen sind stark beschädigt.

Im Studentenwohnheim war 2 Tage lang das Wasser abgestellt und die meisten Supermärkte waren leer gekauft. In unserer WG hatten wir jedoch keine Probleme. Am Dienstag ist dann wegen dem Taifun die Uni ausgefallen und viele Läden waren geschlossen. Das nächste Mal müssen wir uns deshalb auch ein bisschen mit Essen und Wasser eindecken.

8.10.15 18:34

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